"Der deutsche Bürger steht vor der Frage, ob es in diesem Lande noch so etwas wie Steuer- und Abgabengerechtigkeit und -moral gibt. Es wird sehr deutlich, dass einige Bürger versuchen, sich der erdrückenden Abgabenlast zumindest teilweise zu entziehen – einerseits auf legalem Wege (beispielsweise durch Wegzug, etc.) und andererseits leider auch auf illegalem Wege (was nicht tolerierbar ist).
Die Abgabenlast dokumentiert sich in einer Vielzahl von Steuern. Insbesondere für die Lohn- und Gehaltsempfänger mit einer mindestens genauso (wie die Lohn-, Kirchensteuer und Soli-Zuschlag) hohen Belastung an Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung). Für die Unternehmen fallen gleichfalls - neben den Ertragsteuern - die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialabgaben an, die Berufsgenossenschaftsbeiträge, etc. ...
Ich bin versucht zu sagen: ein ganzes Land - nämlich Deutschland - im Würgegriff von
staatlichen Abgaben! Was aber fehlt - wen wundert es: die Verschwendung von Steuern und Abgaben ist weiterhin kein Straftatbestand. Lediglich der Steuerzahler (ob nun Privatperson oder Unternehmen) unterliegt der Strafandrohung. Ist das nicht eine doppelte Moral?
Gerade die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise wird von Politikern genutzt, um an den verschiedenen Steuer- und Abgabenschrauben zu drehen bzw. die vermeintliche Notwendigkeit von Steuer- und Abgabenerhöhungen durchzusetzen.
Die Politiker haben leider vergessen, dass es ihnen in den Jahren 2006 und 2007 - bei
sprudelnden Steuer- und Abgabeneinnahmen - nicht gelungen ist, ausgeglichene Haushalte zu gestalten.
Die nachstehende Veröffentlichung von Prof. Dr. Klaus Tipke, der als
profunder Kenner des deutschen Steuerrechtes hierzu seine Meinung veröffentlichte, stellen wir Ihnen gern mit freundlicher Genehmigung der steuertip-Redaktion zur Verfügung."
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